Osmium-Info
Wissen zu Osmium
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Wissen zu Osmium

Anfang des 20. Jahrhunderts erfuhr Osmium seine erste wichtige Anwendung. Es wurde erstmals in Glühfäden von Glühlampen verarbeitet. So leitet sich der Name der Firma Osram von den Elementen Osmium und Wolfram ab. 

Allerdings brachte die Anwendung von Osmium auch einige Nachteile mit sich: Es war teuer und die Verarbeitung gestaltete sich als schwierig, da Osmium sehr spröde ist und sich nicht zu langen Fäden verarbeiten ließ. 

Aus diesem Grund wurde Osmium nach nur kurzer Zeit zunächst durch Tantal, dann durch Wolfram ersetzt. 

Ein Osmium Leuchtmittel ist auch im deutschen Museum in München zu sehen.

 

Entdecker

Im Jahr 1804 entdeckte der britische Chemiker Smithson Tennant das Element Osmium zusammen mit Iridium. Dies gelang ihm während der Untersuchung der unlöslichen Rückstände von Platinerzen, die zuvor in Königswasser gelöst worden waren. Da das Osmiumoxid extrem stechend und chlorähnlich roch, benannte es Tennant nach dem griechischen Begriff für Geruch, „osme“. Das heutige Symbol Os erhielt Osmium im Jahr 1814 durch Jöns Jakob Berzelius. 

Einsatzgebiete

Die weltweite Osmiumproduktion beträgt jährlich circa 360 Kilogramm. 

Seine wirtschaftliche und industrielle Bedeutung ist somit sehr gering. Jedoch hat es in der ungiftigen kristallinen Form Einzug in die Uhren- und Schmuckproduktion gehalten. Wegen seiner extremen Seltenheit steigt der Preis für kristallines Osmium seit einiger Zeit extrem an. 

Eine Platin-Osmium-Legierung ist Bestandteil von Herzschrittmachern und künstlichen Herzklappen. Weiterhin dient Osmium als Katalysator für chemische Synthesen, wie die Dihydroxylierung. 

Im Pariser Urmeter wurden 7 kg Osmium in einer Platin-Iridium-Osmium Legierung verwendet.

 

Vorkommen

Die Rangliste der Elementseltenheit führt Osmium unter den nicht radioaktiven Elementen an. Es tritt in der Regel zusammen mit Platin auf. Auch mit Ruthenium, Palladium und Rhodium ist es zu finden. 

Die Hauptvorkommen von Osmium liegen in Borneo, Japan, Nord- und Südamerika, Tasmanien und im Ural. Im Allgemeinen werden die Lagerstätten in primäre und sekundäre eingeteilt. In den Primären sind vorrangig Osmium-haltige Eisen-, Chrom-, Kupfer- und Nickelerze zu finden. Die sekundären Lagerstätten bestehen aus Platinmetallen, die mit Osmium kombiniert sind. 

Die häufigsten Legierungen sind die natürlichen vorkommenden Iridosmium und Osmiridium. 

Produkte

Osmium wird derzeit in den folgenden Standardprodukten verkauft:

 

Osmium-Diamond, 3 mm Durchmesser, flache Kristallstruktur, circa 0,07 bis 0,13 g Gewicht.

Osmium-Star, 4 mm längster Durchmesser, flache Kristallstruktur, circa 0,07 bis 0,13 g Gewicht. 

Osmium-Star-Rows, bis 40 mm Länge, flache Kristallstruktur bestehend aus mehreren Stars, 0,14 g bis 7 g

Osmium Flachbarren, rechteckig, 1 g bis 10 g 

Osmium Rundbarren, Innendurchmesser variabel zwischen ca. 10 und 25 mm, Ringform, Gewicht je nach Durchmesser.

Osmium Diskus, circa 55 mm Durchmesser, flache und runde Scheibe, circa 30 g

Osmiumperlen mit einem Durchmesser von ca. 5 bis 21 mm, dreidimensionale Struktur, Gewicht je nach Durchmesser.

 
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